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Wieso, weshalb, warum ...

... Unternehmen müssen sich die Sinnfrage stellen

Wieso es früher anders war

Die Arbeitswelt war früher anders, man lernte einen Beruf, den man dann bis zur Pension ausführte. Ob er Spaß machte oder nicht, war nicht die Frage. Hauptsache man konnte seine Familie ernähren und gut leben. Falls sich damals jemand die Sinnfrage gestellt hat, war es vermutlich einfacher, den Sinn und Nutzen in seiner Arbeit zu erkennen. Beispielsweise für einen Bäcker, der sein Brot selbst in der Backstube backte und dann das fertige Produkt in der Bäckerei verkaufte. Dabei hatte er direkten Kontakt mit seinen Kunden, wo er neben der Befriedigung ein sichtbares Produkt geschaffen zu haben, den Nutzen des Produktes hautnah erleben konnte.

Heute ist die Situation etwas anders. Zwar ist nach wie vor das Bedürfnis da, einen Sinn in seiner Arbeit zu sehen und den Nutzen für die Kunden zu erkennen, aber aufgrund der immer komplexer und dynamisch werdenden Arbeitswelt, wird es zunehmend schwerer, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Bei der Erstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung sind die Arbeitsprozesse oft in sehr viele Einzelschritte zerlegt, sodass Mitarbeiter den Blick auf das große Ganze nicht mehr erkennen können. Der Beitrag des Einzelnen am Unternehmenserfolg wird nicht sichtbar, oft sehen sie nicht einmal das fertige Produkt. Man denke da nur an die vielen Produktionsmitarbeiter, die nur einen kleinen Ausschnitt des Produktionsprozesses in ihrem Aufgabenbereich sehen können.

Weshalb Mitarbeiter einen Sinn brauchen

Jetzt kommt die Marke und die Positionierung ins Spiel, denn eine klare Markenpositionierung beantwortet die Frage nach dem Warum und steigert so die Identifikation mit dem Unternehmen. Warum setzen wir uns für Umweltschutz ein? Warum legen wir Wert auf Diversity? Warum spielt Design in unseren Räumlichkeiten eine wichtige Rolle? Warum ist die Tradition des Unternehmens überall spürbar?

Verstehen die Mitarbeiter die Markenpositionierung und können sie den Sinn in ihrer Arbeit erkennen, birgt dies ein enormes Potenzial für Unternehmen. Studien zufolge sind sinnerfüllte Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, nur halb so oft krank und um vieles motivierter. Nicht zuletzt wirkt sich das auf die Fluktuationsrate aus, die Mitarbeiter können sich mit schwierigen Situationen und Rahmenbedingungen besser arrangieren und ihre Leistungsbereitschaft steigt.

Aber wer sorgt denn nun wirklich für einen sinnerfüllten Job? Ist es der Unternehmer, das Umfeld, der Aufgabenbereich, die Marke?

Der Sinn fällt nicht vom Himmel, er wird auch nicht von einer Religion gestiftet, sondern ich selbst stifte Sinn, indem ich mir mein Tun wichtig mache. (Reinhold Messner)

Warum uns der Job nicht erfüllt

Reinhold Messner beschreibt es sehr treffend, denn ein sinnerfüllter Job ist eine Frage der Perspektive. Was für den einen sinnvoll erscheint, kann den anderen nicht motivieren. Folglich kann kein Job der Welt sinnvoll sein. Denn nur der Mitarbeiter selbst kann seiner Arbeit, seinem Tun einen Sinn verleihen. Dies fällt leichter, wenn sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren und die Marke mit Herz und Hirn verstanden habe.

Will ein Unternehmen also Engagement und Motivation der Mitarbeiter steigern, liegt die Aufgabe der Marke und der markenorientierten Führung darin, Mitarbeitern zu helfen das große Ganze zu erkennen und sie mit auf einen „sinnvollen“ Weg mitzunehmen.

Stand/zuletzt aktualisiert: 11.05.2021

KnallkorallMarke, Menschen, Erlebnisse.